Da es sich bei einer Immobilie um eine
kostspielige Anschaffung handelt, müssen
Fehler bei ihrem Kauf unbedingt vermieden
werden. Möglich sind solche sowohl bei der
Auswahl einer Immobilie als auch bei ihrer
Finanzierung.
Fehler bei der Auswahl einer Immobilie
Viele junge Paare kaufen eine Immobilie,
deren Größe für Eltern mit mehr als zwei
Kindern nicht geeignet ist. Wenn sie nach
einigen Jahren ihr drittes Kind erwarten,
stehen sie vor der Entscheidung, das
erworbene Haus wieder zu verkaufen oder ihre
Kinder in beengten Verhältnissen aufwachsen
zu lassen. Dieser Fehler lässt sich leicht
vermeiden, indem eine Immobilie gewählt
wird, deren Zimmerzahl sich durch den Ausbau
von Dach- oder Kellerräumen leicht erhöhen
lässt. Häufig werden weitere Zimmer
erforderlich, wenn die Eltern im Alter zu
ihren Kindern ziehen. Dann müssen die von
ihnen benutzten Räume ohne Barrieren
erreichbar sein.
Eine Wohnung auf dem Land erscheint
Immobilienkäufern oft als ideal. Zu bedenken
ist aber, dass zukünftige Kinder in der
Freizeit zu ihren Schulkameraden fahren
möchten und Eltern sie nicht permanent mit
dem Auto fahren können. Darum sollte beim
Kauf einer Immobilie auch auf die
Busanbindung geachtet werden.
Übertriebene Sparsamkeit beim Immobilienkauf
ist ein Fehler, der schon bald zu unnötigen
Kosten führen wird. Kaum ein Laie vermag
Baufehler oder Schäden am Haus selber zu
erkennen, so dass ein Bausachverständiger
vor dem Abschluss des Kaufvertrages die
gewählte Immobilie unbedingt begutachten
muss. Aus Kostengründen nimmt der zukünftige
Immobilienbesitzer diesen erst dann zu einer
Besichtigung mit, wenn er sich entschieden
hat, eine Immobilie bei einer positiven
Bewertung durch den Fachmann tatsächlich zu
erwerben.
Vorher haben mindestens zwei Besichtigungen
stattgefunden, bei mindestens einer war die
ganze Familie anwesend.
Bei der Entscheidung für eine Immobilie ist
unbedingt auf das Gefühl zu achten. Es ist
nicht sinnvoll, eine Immobilie zu erwerben,
in welcher sich ihr Käufer nicht heimisch
fühlt.
Mitunter werden die künftigen Energiekosten
einer Immobilie nicht eingeplant. Dieser
Fehler lässt sich weitgehend vermeiden, wenn
der Energieausweis vorgelegt wird.
Fehler bei der Finanzierung einer Immobilie
Zunächst sind die Kosten realistisch
einzuschätzen. Der Kaufpreis wird
vereinbart, die Höhe von Steuern und
Gebühren lässt sich leicht im Vorfeld
ermitteln. Ein häufiger Fehler besteht
darin, die anfallenden Kosten für die
Renovierung sowie für die Anpassung der
Immobilie auf die eigenen Bedürfnisse nicht
vollständig zu überblicken. Diese Kosten
müssen entweder als Eigenkapital vorhanden
sein oder zusätzlich finanziert werden.
Beim Kaufpreis ist es nicht sinnvoll, ohne
den Versuch einer Nachverhandlung der
ursprünglich geforderten Summe zuzustimmen.
Nicht wenige Erwerber einer Immobilie wenden
sich für die Finanzierung ausschließlich an
die Hausbank. Dieses Verhalten ist ein
Fehler, der Geld kostet. Sinnvoll ist das
Einholen unterschiedlicher Angebote, wobei
ein Kreditvermittler ebenfalls zu
berücksichtigen ist. Der Zinssatz ist ein
wichtiges Entscheidungskriterium, andere
Punkte dürfen nicht vollkommen
unberücksichtigt bleiben. Sehr wichtig ist
die vertragliche Vereinbarung, dass
Sondertilgungen in einer angemessenen Höhe
ohne Berechnung einer
Vorfälligkeitsentschädigung zulässig sind.
Sollten Sie sich unsicher bei einer Immobilie sein, Sie aber dennoch Platz für Ihre Möbel benötigen, da diese evtl. vorzeitig gekauft worden sind, bietet sich für eine Zwischenzeit das Anmieten von Lagerräumen an. |