Baugeldvergleich

 

 

Zins und Tilgung

 
Die Rückzahlung eines jeden Darlehens besteht aus der Zinszahlung sowie einer Tilgung. Bei einem Immobiliendarlehen ist eine anfängliche Tilgung von einem Prozent der Darlehenssumme üblich.
 


Der Zins


Für das Ausleihen des Geldes zahlt der Kreditnehmer einen prozentualen Betrag der Darlehenssumme, der als Zins bezeichnet wird. Für den Vergleich unterschiedlicher Angebote nützlich ist der effektive Jahreszins. In diesen sind alle bei der Aufnahme des Darlehens entstehenden Kosten eingerechnet. Eine weitere Entscheidungshilfe bietet die Angabe der Gesamtkosten für das Darlehen.
Gerade bei einem Immobilienkredit ist ein günstiger Zinssatz erforderlich, da hierbei sehr hohe Beträge ausgeliehen werden.


Der Zinssatz kann variabel bleiben oder für einen vereinbarten Zeitraum festgeschrieben werden. Für den Kreditkunden empfiehlt sich bei einem Immobilienkredit grundsätzlich die Zinsfestschreibung für mindestens fünf Jahre, damit ein Mindestmaß an Planungssicherheit besteht. Angeboten werden Zinsbindungen von einigen Banken und Kreditvermittlern auch für längere Zeiträume bis zu maximal dreißig Jahren, häufiger werden Laufzeiten von fünf oder zehn Jahren vereinbart.


Bei einer Zinsbindung kann der Kunde den Vertrag erst nach zehn Jahren kündigen, während er bei einem variablen Zinssatz jederzeit dazu berechtigt ist. Die Bank darf auch ein Darlehen ohne Zinsbindung nur aus einem wichtigen Grund kündigen.
Vor dem Abschluss des Kreditvertrages ist das Einholen mehrerer Angebote unumgänglich, damit ein günstiger Zinssatz erzielt werden kann.
 


Die Tilgung


Unter der Tilgung wird die Rückzahlung einer Geldschuld verstanden. Der Kreditnehmer erhält einen Tilgungsplan, dem er neben seinen Kreditraten auch den Tilgungsanteil entnehmen kann. Während ein Konsumentenkredit recht schnell getilgt wird, dauert die Tilgung bei einem Immobilienkredit relativ lange. Sie beginnt in den meisten Fällen mit jährlich einem Prozent der Darlehenssumme und steigt während der Laufzeit kontinuierlich an, wobei der Zinsanteil an den geleisteten Zahlungen abnimmt.
 


Sondertilgungen


Unter einer Sondertilgung wird jede außerplanmäßige Zahlung verstanden. Eine solche reduziert die Schuld aus dem Kreditvertrag. Sie ist bei einem Darlehen mit einem variablen Zinssätzen jederzeit möglich. Wenn eine Zinsbindung vereinbart wurde, kann der Kunde nach zehn Jahren Sondertilgungen leisten. Eine weitere Möglichkeit bietet der Ablauftermin der Zinsbindung, der dem Kunden die Reduzierung der Restschuld durch eine Sondertilgung in beliebiger Höhe erlaubt.


Bei Sondertilgungen ohne ausdrückliche Billigung seitens der Bank muss der Kreditnehmer eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Diese kann vermieden werden, wenn sich der Bauherr oder Immobilienerwerber das Recht zu Sondertilgungen im Kreditvertrag zusichern lässt. Die meisten Banken akzeptieren heute Sondertilgungen in Höhe von fünf Prozent der Darlehenssumme, teilweise auch mehr.


Bei einem Bauspardarlehen sind Sondertilgungen jederzeit in beliebiger Höhe möglich, ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird.